„Hatten Sie eine gute Anreise?“

Seit Jahrzehnten, vielleicht seit Jahrhunderten hat sich die Begrüßungsfloskel in den Herbergsbetrieben nicht geändert. Auch wenn es heute deutlich wahrscheinlicher ist, dass der hochverehrte Gast eher im autonom-gesteuerten, mit Luftfahrwerk ausgestattetem Elektro-Fahrzeug über die grüne Welle getragen wurde, als den Weg voller Strapazen im Einspänner über Kopfsteinpflaster vorbei an Wegelagerern gefunden hat. Dass diese Floskel noch immer lebt, passt trotzdem: In wohl keiner anderen Branche gab es über so eine lange Zeit weniger Innovationen, als im Gastgewerbe.

Der Mensch braucht Schlaf. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Während seiner Wachzeiten aber ist nichts mehr, wie es war. Vor allem, seit er seinen ständigen digitalen Begleiter hat. 

Power to the People heißt die Zauberformel. In der digitalen Welt können die Menschen mit ihren Smartphones beinahe alles selbst machen – und tun das auch: Zimmer auswählen, buchen, einchecken, auschecken und sogar abrechnen und bezahlen. Die Organisation der dann noch übrig gebliebenen Aufgaben übernimmt dann ein zentrales System.   

Hotels werden gebraucht. Hoteliers nicht.